Protestnote Gewässerbelastung

Sehr geehrter Herr Minister Lies, 
 
mit Entsetzen reagieren wir auf die Ergebnisse der NDR-Analysen über multiresistente Keime in niedersächsischen Gewässern.  
 
Niedersachsen ist besonders gefährdet, da hier intensive Landwirtschaft und Massentierhaltung betrieben wird. Zudem wird die Vermehrung und Konzentration multiresistenter Keime durch häufig geringe Fließgeschwindigkeiten und höhere Temperaturen als in anderen Regionen begünstigt. Dies kann die Ablagerung von Substanzen und die Vermehrung von Keimen und somit die Entstehung von Resistenzen fördern. 
 
Während das Bundesumweltministerium bereits Maßnahmen für Klärwerke fordert, sieht die Landesregierung bisher keinen Handlungsbedarf. Dies ist ein Skandal! Die Belastung mit multiresistenten Keimen ist, neben der Belastung unserer Oberflächen- und Grundwässer mit Pestiziden, Mikroplastik und Hormonen aus der Humanmedizin, ein weiterer Tiefpunkt und gefährdet die Gesundheit von uns und unseren Kindern und nachfolgenden Generationen. 
 
Wir halten es für zwingend erforderlich, Klärwerke umzurüsten, damit sie sowohl Mikroplastik, als auch Medikamentenrückstände eliminieren. Das in Bäche und Flüsse abgeleitete Wasser muss höchste Sauberkeit haben. Dies gilt explizit auch für private Klärwerke von Pharmafirmen, Kliniken und Alten- und Pflegeheimen. Daneben müssen auch Wasserwerke und Mineralbrunnenbetreiber entsprechende Standards vorweisen können. 
 
Im Bereich der Tierhaltung ist ein konsequentes Verbot von Reserveantibiotika umzusetzen und der Verbrauch an Antibiotika auf das absolute Minimum zu reduzieren. Das Land Niedersachsen muss Landwirten den Umstieg auf artgerechte Tierhaltung und weg von der Massentierhaltung ermöglichen. Gerade in der Massenhaltung von Tieren ist der Bedarf an Antibiotika besonders hoch. 
 
Für die Humanmedizin ist eine Kampagne in Arztpraxen durchzuführen. Als Beispiel kann eine Kampagne aus NRW dienen.
 
Wasser ist Leben und Trinkwasser eines unserer wichtigsten Güter. Daher fordern wir Sie auf, umgehend zu handeln und die Gesundheit der Bevölkerung nicht weiter aufs Spiel zu setzen. 
 
Für die ÖDP Niedersachsen 
 
Martin F. Dreß, Dipl.-Ing. agr. und Landesvorsitzender
Carsten Krehl, Dipl. Chemieingenieur und Landesvorstandsmitglied 

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ÖDP zeigt sich schockiert über Abgastests an Tieren und Menschen bei Volkswagen

Dr. Moseler (ÖDP): „Wirtschaftsinteressen dominieren deutsche Politik!“

Nachdem in den vergangen Tagen bekannt wurde, dass der größte deutsche Automobilhersteller Volkswagen, erneut mit einem großen Skandal für Aufsehen sorgt, fordert die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) von der Bundesregierung und dem Bundestag umgehend politische Konsequenzen. „Der Fall zeigt erneut sehr drastisch: Politik und Wirtschaft sind viel zu sehr miteinander verflochten, was solche Skandale eindeutig positiv begünstigt und unserem Gemeinwohl massiv schadet“, so ÖDP-Generalsekretär Dr. Claudius Moseler.

ÖDP Wolfsburg gründet neuen Kreisverband

Am Samstag, den 13.01.2018 startet die ÖDP in Wolfsburg mit der Gründung des Kreisverbandes BraWoHe (Region Braunschweig, Wolfsburg und Helmstedt). Als Vorsitzender wurde einstimmig Bastian Michel (1vr), Sozialassistent aus Wolfsburg-Detmerode, gewählt. Michel, vierfacher Vater, engagierte sich zunächst seit Sommer 2015 mit Familienthemen in der Familien-Partei. Zur Kommunalwahl im Herbst 2016 war er und die Partei durchaus erfolgreich und errang einen Ratssitz. Die Ratsfrau verließ im Anschluss die Partei, was den Zerfall zur Folge hatte. Seitdem war Michel Einzelkämpfer mit nur einem Ortsratssitz in Detmerode. Nun startet er den politischen Neuanfang mit neuem Team und gleichen Zielen. „Selbstverständlich sehe ich meinen Schwerpunkt immer noch in der Familienpolitik“ so Michel. Bei den anderen Kernthemen der Ökologisch demokratischen Partei wird er unter anderem von den langjährigen Tierschützern Anja Hallermann-Dockhorn (2vl - Braunschweig -Beisitzer), Anja Schneider (2vr - Wolfsburg - stv. Vorsitzende) und Torben Berndt (3vl - Helmstedt - Schriftführer) unterstützt. Im weiteren Amt wurde Ralf Hentschel (1vl - Wolfsburg - Beisitzer) bestätigt, welcher in Wolfsburg als Wolfsberater tätig ist. Primäres Ziel laut ÖDP ist es in 2021 flächendeckend in der Region zur Kommunalwahl anzutreten. „Wenn wir weiterhin quantitativ und qualitativ so wachsen, schließen wir auch eine Teilnahme an den Bürgermeisterwahlen in Braunschweig und Wolfsburg 2019 nicht aus“ so Schneider zu den mittelfristigen Zielen. In 2018 steht das Mitgliederwachstum und das Detmeroder Familienfest am 23.06.18 auf dem Aufgabenzettel.