Berlin war mehr als eine Reise wert …

und hatten wir am 18. September mehr als eine weitere Demonstration gegen die menschen- und demokratieverachtende Atompolitik der Bundesregierung.

Dabei ist es völlig egal, ob es nun hundert- oder zweihunderttausend Menschen waren, die ihren Unmut, nein ihren Zorn darüber zum Ausdruck brachten, dass die anscheinend nicht zu stillende Geldgier der Energiegiganten und die Willfährigkeit ihrer Helfershelfer in einer bisher ungekannten Ungeniertheit gezeigt werden.

Ein Menschen- und Fahnenmeer zwischen dem Hauptbahnhof und dem Reichstagsgebäude, darunter unübersehbar und eindrucksvoll orange, belegte die Entschlossenheit, dem gefährlichen Unfug der Atombefürworter ein Ende zu bereiten.

Klar auch die Worte der Redner zum Abschluss der Kundgebung: Der Widerstand gegen die Verlängerung der Laufzeiten der teils maroden Meiler hat gerade erst begonnen. Er wird weitergeführt in Gorleben, auf der Asse und an jedem Ort in Deutschland, an dem zu bekennen ist, dass wir das fahrlässige und gefährliche Handeln der Regierung nicht mehr tolerieren werden.

Und auch das kam zum Ausdruck: Wir freuen uns auf kommende Wahlen. Wer von den Regierenden meint, dass es mit den Umfragewerten nicht mehr weiter bergab gehen kann, der wird sich wundern. Sie werden noch weit unterhalb des tiefsten Punktes der Asse landen.

Michael Falke